Infektionsschutzkonzept

Inhalt

  1. Geltungsbereich.
  2. Ausschluss kranker Kinder.
  3. Tagesablauf.
  4. Hygienemaßnahmen.
  5. Personaleinsatz.
  6. Verhalten bei Krankheitsanzeichen.

1.     Geltungsbereich

Die Zahl der Erkrankungen am Coronavirus ist in den letzten Tagen in Bayern deutlich angestiegen. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat daher am 13. März in Abstimmung mit dem Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales eine Allgemeinverfügung zum Besuch von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege und Heilpädagogischen Tagesstätten erlassen.  Demnach ist bis auf Weiteres nur eine Notbetreuung zulässig.

Der Schutz der Gesundheit von Kindern und Personal ist hierbei ein wesentlicher Bestandteil. Daher sind, bis der Regelbetrieb wieder aufgenommen werden kann, besondere Schutzmaßnahmen erforderlich. Die nachfolgend aufgeführten Maßnahmen und Regeln gelten für alle Eltern, Kinder, die pädagogischen Mitarbeiter, sowie für alle externen Besucher unserer Einrichtung

2.     Ausschluss kranker Kinder

Es gilt gemäß der Allgemeinverfügung für Kindertagesbetreuung ein strenger Maßstab für den Ausschluss kranker Kinder. Dies gilt für Erkrankungen jeglicher Art wie grippale Infekte, Influenza oder sonstigen Erkrankungen.

Kinder dürfen auch dann nicht in einer Kindertagesstätte betreut werden, wenn ein Familienangehöriger nachweislich an COVID-19 erkrankt ist und sich in Quarantäne befindet oder Krankheitszeichen vorliegen.

Die Eltern, die eine Betreuung eines Kindes in Anspruch nehmen, müssen dies durch ihre Unterschrift in einem Formblatt bestätigen.

3.     Tagesablauf

a) Bringen und Abholen

Die Haupteingangstüre ist während der Gültigkeit der Allgemeinverfügung geschlossen.

Die Mutter (Bei der Verwendung des Begriffes „Mutter“ ist hier jede Person gemeint, die das Kind zum Kindergarten bringt oder abholt) meldet sich mit der Glocke am Eingang bei der Gruppe an, in der das Kind betreut wird.

Abhängig von der Anzahl der Mütter, die gerade ein Kind zur Gruppe bringen, wird die Mutter und das Kind in den Kindergarten gebeten. Es sollen nicht mehr als zwei Mütter mit einem Kind im Bereich zwischen Eingangstür und der jeweiligen Gruppe im Kindergarten unterwegs sein. Hat die Mutter mit dem Kind vor der Eingangstür zu warten, ist auf einen Mindestabstand von 1,5 m von Person zu Person zu achten.

Die Mutter bringt das Kind zum Umziehen. Anschließend wäscht das Kind sich die Hände, bevor es Kind in den Gruppenraum begleitet wird.

Sowohl die Mutter als auch das Personal tragen beim Bringen und Abholen einen Mundschutz.

Hierbei achtet das Personal darauf, dass pro Gruppe nie mehr als zwei Mütter gleichzeitig ihr Kind bringen bzw. abholen. Ziel ist immer, dass der Mindestabstand von 1,5 Meter von Person zu Person möglichst eingehalten werden kann.

b) Gruppenstruktur

In unserer Einrichtung sollen derzeit pro Kindergartengruppe nicht mehr als 8 – 10 Kinder pro Gruppe anwesend sein. Diese werden gemeinsam in einer festen Gruppe betreut. In einer Krippengruppe werden 6 – 8 Kinder betreut.

Diese werden von fest zugeordnetem Personal betreut. Die Abdeckung der gesamten Öffnungszeit ist gewährleistet.

Bei einer Ausweitung der Notbetreuung bzw. dem eingeschränkten Normalbetrieb werden die Kinder wieder in ihren Stammgruppen betreut mit dem jeweiligen festen Personal der Gruppe. Das Springen von Personal über Gruppen hinweg ist ausgesetzt.

Um eine mögliche Infektionskette nachweisen zu können wird eine Liste erstellt, in welchem nachgehalten wird, welche Kinder an welchen Tagen anwesend sind. Die betreuende Erzieherin bestätigt dies durch das Eintragen der Bring- und Abholzeit.

Das Personal wird in einer Anwesenheitsliste erfasst, so dass auch hier nachprüfbar ist, wer zu welcher Zeit anwesend war.

c) Konzeptionelles Arbeiten

Das in der Konzeption vorgesehene teiloffene Angebot wird bis auf weiteres ausgesetzt. Gleiches gilt für gruppenübergreifende Angebote. Hierzu zählen auch Angebote mit externen Kräften (z.B. Vorkurs Deutsch).

Funktionsräume werden nicht gemeinsam genutzt, d. h. jede Gruppe benutzt ihre eigene Toilette, die Nebenräume (Turnraum, Musikraum etc.) werden nicht gemeinsam genutzt, allenfalls zeitversetzt durch einzelne durch einzelne Gruppen.

Gleiches gilt auch für die Benutzung des Außenbereiches.

Im Krippenbereich ist für jede Gruppe ein eigener Außenbereich vorhanden. Im Kindergartenbereich kann der Garten jeweils nur von einer Gruppe benutzt werden. Die Nutzung durch weitere Gruppen ist nur zeitversetzt möglich. Die Kindergartenleitung steuert die Nutzung der Funktionsräume bzw. des Außenbereichs und hält die Nutzungszeiten in einem Verzeichnis fest.

Spielmaterial und Alltagsmaterial wird nur im jeweiligen Gruppenraum genutzt und nicht in andere Räume verbracht. Ein Wechsel von Spielmaterial erfordert die vorherige Reinigung und Desinfektion.

Eine Mittagsverpflegung kann derzeit aufgrund der niedrigen Kinderzahlen nicht angeboten werden. Bei einer Erhöhung der Kinderzahl ist das Mittagessen jeweils getrennt in den Gruppenräumen einzunehmen. Hierbei wird das Essen bis zu der jeweiligen Gruppe gebracht.

Ausflüge und Exkursionen in die nähere Umgebung können derzeit nicht stattfinden. Sobald dies wieder möglich ist, ist darauf zu achten, dass die Mindestabstände zu kita-fremden Personen eingehalten werden.

Eine Eingewöhnung von neuen Krippen- oder Kindergartenkindern findet während der Notbetreuung nicht statt.

d) Elternarbeit

Elterngespräche werden nur in dringenden Angelegenheiten durchgeführt, z.B. Einschulung, zusätzlichen Förderung durch Externe usw. Hierbei wird ein Nebenraum mit ausreichend Platz gewählt, der einen Sicherheitsabstand von 1,5 Meter zwischen den Personen ermöglicht. Dabei ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Elterngespräche per E-Mail, Whats-App oder Videotelefonie sind nicht gestattet, jedoch sind telefonische Elterngespräche möglich.

Eltern werden auf der Homepage des Kindergartens und über die Aushänge an der Haupteingangstüre über Neuerungen bzw. Änderungen, sowie über alle erforderlichen hygienischen und organisatorischen Maßnahmen informiert.

e) Betreten der Kindertagesstätte durch Externe
(z. B. Fachdienste, Lieferdienste, Handwerker)

Der Träger bzw. die Kindergartenleitung prüfen, ob der Besuch durch externe Personen dringend erforderlich ist. Diese Besuche sind auf das erforderliche Mindestmaß beschränkt. Alle Externen dürfen die Kindertagesstätte nur mit einem Mund-Nasen-Schutz betreten und müssen unmittelbar nach dem Betreten die Hände waschen bzw. desinfizieren.

Jedes Betreten einer externen Person wird dokumentiert (Formblatt). Es wird der Name der Grund und die Anwesenheitszeit festgehalten.

4.     Hygienemaßnahmen

Die aufgeführten Maßnahmen des Hygieneplans unserer Einrichtung sind weiterhin grundsätzlich ausreichend.  z. B. Hände waschen nach Betreten der Einrichtung, nach bestimmten Aktivitäten usw.

Zusätzlich wird besonders darauf geachtet, dass

  • die Kontaktflächen täglich mit den vorgesehenen Reinigungsmitteln gereinigt werden.
  • Handkontaktflächen (insbesondere Türklinken, Tischoberflächen, Stühle im Krippenbereich) je nach Bedarf auch häufiger am Tag gereinigt werden.
  • die Händehygiene eingehalten wird. Der Händehygieneplan ist zu beachten.
  • die Anwendung von Desinfektionsmitteln auf die im Hygieneplan vorgesehenen Anwendungsbereiche beschränkt bleibt.
  • Betreuungsräume regelmäßig mindestens viermal täglich gelüftet werden.
  • Externe und Kinder nach Betreten der Einrichtung sich unverzüglich gründlich die Hände waschen. Eine zusätzliche oder alternative Handdesinfektion ist nicht zielführend.
  • mit den Kindern ein regelmäßiges und alters- und entwicklungsangemessenes Einüben der gängigen Hygieneetikette eingeübt wird (z. B. richtiges Händewaschen, Husten bzw. Niesen in die Ellenbeuge).
  • jedes Kind sein eigenes Handtuch im Waschraum benutzt. Dies wird mindestens zweimal wöchentlich gewaschen.
  • der Waschraum täglich mindestens viermal für zehn Minuten gelüftet wird.

Das Tragen von Alltagsmasken für Kinder ist nicht notwendig.

Das Personal soll eine Maske zu tragen. Situationsbedingt ist das Tragen der Maske unabweisbar erforderlich, wenn das Abstandsgebot vorhersehbar nicht eingehalten werden kann, z. B. beim Kontakt des Personals untereinander, Kontakt mit Externen oder pflegerischen Tätigkeiten mit Kindern wie Wickeln, Eincremen, Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Beim Abholen und Bringen von Kindern ist vom Personal eine Schutzmaske zu tragen.

Grundsätzlich ist stets darauf zu achten, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern zu erwachsenen Personen einzuhalten ist.

5.     Personaleinsatz

Es gilt ein Beschäftigungsverbot für Schwangere.

Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei einer Infizierung besteht, leisten keinen Dienst am Kind, sondern übernehmen Aufgaben nach Anweisung der Kindergartenleitung. Bei Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung vom Arzt werden diese Personengruppen vom Dienst freigestellt.

Notwendige gruppenübergreifende Besprechungen finden unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen situationsbedingt statt.

6.     Verhalten bei Krankheitsanzeichen

Die Betreuung im Kindergarten darf ausschließlich nur von Kindern ohne Krankheitssymptome in Anspruch genommen werden.

Werden Krankheitssymptome bei einem Kind festgestellt, werden die Eltern unverzüglich informiert, um das Kind abzuholen. Die Eltern haben zur Abklärung der Symptomatik umgehend einen Arzt aufzusuchen.

Die Betreuung der Kinder erfolgt ausschließlich durch gesundes Personal. Zeigen sich während der Betreuungstätigkeit einschlägige Symptome, so hat die betreffende Person sofort die Arbeitstätigkeit zu beenden und umgehend einen Arzt aufzusuchen.

In jedem Fall von auftretenden Krankheitssymtomen ist unverzüglich die Kindergartenleitung zu informieren.

Über bestätigte Infektionsfälle mit dem COVID 19 Virus in der Einrichtung wird das zuständige Gesundheitsamt sofort informiert.